02.02.2011
Aus den Medien war es bereits zu entnehmen: der positive Trend auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt ist auch bei uns in Aachen spürbar. Trotz strengen Winters lag die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Aachen Ende Januar um 2,4 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Das sind 889 weniger Menschen ohne Arbeit. Diese Entwicklung ist erfreulich, auch wenn jeder Mensch ohne Job einer zuviel ist und wir in den Anstrengungen, das Niveau 2011 konstant unter der gesamtdeutschen 3-Million-Marke zu halten, nicht nachlassen dürfen.
In dem Gespräch vor Ort aber ging es weniger um die aktuellen Statistiken als vielmehr um langfristige Entwicklungen, Prognosen für die nächste Zeit und sich abzeichnende Probleme auf dem Arbeitsmarkt unserer Region. Dabei zeigt sich in einigen Bereichen, wie der Altenpflege und Krankenbetreuung, einigen Handwerksbranchen oder in der Nachfrage nach Ingenieuren bereits jetzt ein Fachkräftebedarf. Der überraschend starke Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt ist da sicher nur eine Ursache, wie uns Frau Hilgers erklärte. Gleichzeitig sind aber auch demografische Entwicklungen, geringe Ausbildungsbeteiligungen der letzten Jahre sowie unattraktive Arbeitsbedingungen mit ursächlich für dieses Problem.

Agentur für Arbeit in der Roermonder Straße in Aachen Besonders interessiert habe ich mich vor dem Hintergrund der Debatte um die Rente mit 67 für die Situation älterer Menschen. Hierzu erklärten mir Frau Jung und Frau Hilger, dass Jahr für Jahr mehr ältere Menschen (über 50 Jahre) sozialversicherungspflichtige Arbeit finden, dass aber zugleich auch die Zahl älterer Arbeitsloser überproportional gestiegen ist, das heißt schneller wächst als in anderen Altersgruppen. Das mag insbesondere daran liegen, dass mit den Babyboomern so langsam größer werdende Bevölkerungsjahrgänge in das Alter über 50 eintreten. Und mehr Menschen führen dann eben auch zu mehr Arbeitslosen.
Trotzdem, so wurde mir berichtet, ist das Potenzial auf dem Arbeitsmarkt groß. Aachen besitzt z. B. eine der niedrigsten Beschäftigungsquoten für sozialversicherungspflichte Jobs bei Frauen. Da liegt eine stille Reserve auch gut qualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt, die gerade mich als Vorsitzende der LIBERALEN FRAUEN NRW besonders interessiert hat. Aber dieses Potenzial muss entwickelt werden, so Gabriele Hilger. Wer möchte, dass Frauen neben der Familie sich auch für den Arbeitsmarkt interessieren, muss dringend an der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf etwas tun: Flexiblere Arbeitszeiten, Telearbeit, 24-h-Betreuung bzw. Spät- und Nachtbetreuung für Kinder oder ein stärkeres privates Engagemnt von Firmen in Zusammenarbeit mit Kindereinrichtungen sind nur wenige Ideen, mit denen in anderen Ländern und Regionen erfolgreich gearbeitet wird. Alles in allem Danke an die Arbeitsagentur Aachen für das konstruktive und informative Gespräch.
Solche Erfahrungen konnte auch ich bereits sammeln bei meinem Besuch im 'Lummerland'...
Prognose positiv - Besuch bei der Agentur für Arbeit Aachen
Aachen, den 02.02.2011
Links neben mir Gabriele Hilger, rechts Birgit Jung
Richtig viel Zeit genommen hatten sich die Vorsitzende der Geschäftsführung, Gabriele Hilger, und Birgit Jung, die Geschäftsführerin für das operative Geschäft, als wir am Dienstag die Aachener Agentur für Arbeit in der Roermonder Straße besuchten.
Zeit, eine gute Tasse Kaffee und ein dicker Stapel Papier mit Statistiken, Schaubildern, Pressemitteilungen und wissenschaftlichen Hintergrundinformationen rund um den Arbeitsmarkt in Aachen. Alles war bestens vorbereitet...
Aus den Medien war es bereits zu entnehmen: der positive Trend auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt ist auch bei uns in Aachen spürbar. Trotz strengen Winters lag die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Aachen Ende Januar um 2,4 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Das sind 889 weniger Menschen ohne Arbeit. Diese Entwicklung ist erfreulich, auch wenn jeder Mensch ohne Job einer zuviel ist und wir in den Anstrengungen, das Niveau 2011 konstant unter der gesamtdeutschen 3-Million-Marke zu halten, nicht nachlassen dürfen.
In dem Gespräch vor Ort aber ging es weniger um die aktuellen Statistiken als vielmehr um langfristige Entwicklungen, Prognosen für die nächste Zeit und sich abzeichnende Probleme auf dem Arbeitsmarkt unserer Region. Dabei zeigt sich in einigen Bereichen, wie der Altenpflege und Krankenbetreuung, einigen Handwerksbranchen oder in der Nachfrage nach Ingenieuren bereits jetzt ein Fachkräftebedarf. Der überraschend starke Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt ist da sicher nur eine Ursache, wie uns Frau Hilgers erklärte. Gleichzeitig sind aber auch demografische Entwicklungen, geringe Ausbildungsbeteiligungen der letzten Jahre sowie unattraktive Arbeitsbedingungen mit ursächlich für dieses Problem.

Agentur für Arbeit in der Roermonder Straße in Aachen Besonders interessiert habe ich mich vor dem Hintergrund der Debatte um die Rente mit 67 für die Situation älterer Menschen. Hierzu erklärten mir Frau Jung und Frau Hilger, dass Jahr für Jahr mehr ältere Menschen (über 50 Jahre) sozialversicherungspflichtige Arbeit finden, dass aber zugleich auch die Zahl älterer Arbeitsloser überproportional gestiegen ist, das heißt schneller wächst als in anderen Altersgruppen. Das mag insbesondere daran liegen, dass mit den Babyboomern so langsam größer werdende Bevölkerungsjahrgänge in das Alter über 50 eintreten. Und mehr Menschen führen dann eben auch zu mehr Arbeitslosen.
Trotzdem, so wurde mir berichtet, ist das Potenzial auf dem Arbeitsmarkt groß. Aachen besitzt z. B. eine der niedrigsten Beschäftigungsquoten für sozialversicherungspflichte Jobs bei Frauen. Da liegt eine stille Reserve auch gut qualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt, die gerade mich als Vorsitzende der LIBERALEN FRAUEN NRW besonders interessiert hat. Aber dieses Potenzial muss entwickelt werden, so Gabriele Hilger. Wer möchte, dass Frauen neben der Familie sich auch für den Arbeitsmarkt interessieren, muss dringend an der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf etwas tun: Flexiblere Arbeitszeiten, Telearbeit, 24-h-Betreuung bzw. Spät- und Nachtbetreuung für Kinder oder ein stärkeres privates Engagemnt von Firmen in Zusammenarbeit mit Kindereinrichtungen sind nur wenige Ideen, mit denen in anderen Ländern und Regionen erfolgreich gearbeitet wird. Alles in allem Danke an die Arbeitsagentur Aachen für das konstruktive und informative Gespräch.
Solche Erfahrungen konnte auch ich bereits sammeln bei meinem Besuch im 'Lummerland'...






