13.04.2011
(von links): U. Flach, Prof. Dr. J. Neulen, B. Bohne-Böhm, P. Müller
Die FDP sucht in einer zentralen ethischen Debatte dieser Tage einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Deshalb war Ulrike Flach, unsere gesundheitspolitische Sprecherin da. Der Chef der Aachener Universitäts-Frauenklinik, Prof. Joseph Neulen, und eine Vertreterin der Beratungsstelle pro familia Aachen, Frau Barbara Bohnen-Böhm. Damit war das Podium prominent, fachkundig und ausgewogen besetzt und die Diskussion über das neue Präimplantationsdiagnostik-Gesetz konnte beginnen.
Am 4. Mai 2011 veranstalteten wir Liberale Frauen Nordrhein-Westfalen und Aachen in Zusammenarbeit mit dem Luisenhospital eine Podiumsdiskussion „Neue Wege in der Präimplantationsdiagnostik“. Aufs Podium geladen waren die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Frau Ulrike Flach, MdB, die Vertreterin der Beratungsstelle pro familia Aachen, Frau Barbara Bohnen-Böhm, und der Direktor der Frauenklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Aachen, Herr Univ.-Prof. Dr.med. Joseph Neulen. Trotz des Termins mitten in der Woche, war das Interesse groß: sowohl betroffene und interessierte Paare waren gekommen, als auch Mediziner, die aus fachlichem Interesse da waren. Und natürlich waren die Liberalen Frauen vertreten - nicht nur aus Aachen, auch aus Düren und der Euregio.
Das Podium währen der Debatte
Zunächst erläuterte Frau Flach den von ihr federführend eingebrachten, interfraktionellen Gesetzentwurf für ein PräimpG. Nach diesem auch von den Liberalen Frauen NRW unterstützen Gesetzentwurf würde die PID an strenge Voraussetzungen geknüpft. In nur zwei Fällen solle die PID erlaubt sein: Wenn aufgrund einer erblichen Belastung eines Elternteils die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Kind ebenfalls eine schwerwiegenden Erbkrankheit aufweist. Und in Fällen, in denen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Tot- oder Fehlgeburt aufgrund einer schwerwiegenden genetischen Schädigung des Embryos droht.
Anschließend erläuterte Prof. Neulen für das weniger fachkundige Publikum in einem
Prof. J. Neulen bei seinem Vortrag Vortrag mit PowerPoint die Verfahren und Möglichkeiten der PID, aber auch deren Grenzen. Denn eine Sorge auch aus dem Publikum war, dass man nun Kinder 'kreieren' können - die immer wieder in der Presse auftauchenden Designer-Babies. Aber sowohl Prof. Neulen als auch Frau Bohnen-Böhm von pro familia, die ebenfalls Ärztin ist, konnten die Zuhörer beruhigen. Diese Möglichkeit wird es allein aus forschungstechnischer Sicht nicht geben.
Einig waren sich Experten und Publikum trotzdem, dass wenn die Verfahren einer modernen PID gesetzliche Anwendung finden sollten, sie an hohe Hürden und unabhängige Kontrollen geknüpft sein müsste. Trotzdem gab es in der Diskussion mit dem Publikum auch Stimmen, die die PID zumindest teilweise ablehnten. Weil diese Entscheidung unsere ethischen Grundsätze und Überzeugungen und das moralisch-verantwortete Handeln des Menschen so fundamental berührt, suchen die Unterstützer des vorliegenden Gesetzentwurfs, zu denen Frau Ulrike Flach und Frau Petra Müller, MdB, gehören, die öffentliche Diskussion und einen breiten gesellschaftlichen Konsens in dieser Frage. „Unser Gesetzentwurf geht von der konkreten Konfliktlage der betroffenen Eltern aus“, so Frau Flach. „Er soll Tot- und Fehlgeburten, Spätabbrüche und erbliche Schäden bei Kindern vermeiden helfen.“
Während meiner Begrüßung aller Gäste
Damit, so denke ich, werde auch weiterhin die Frau frei entscheiden können, ob eine Schwangerschaft im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eingeleitet werden soll. Das Selbstbestimmungsrecht, die Würde der Frau und ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit lassen sich nur so gewährleisten.
Podiumsdiskussion „Neue Wege in der Präimplantationsdiagnostik“
Aachen, den 5.5.2011
(von links): U. Flach, Prof. Dr. J. Neulen, B. Bohne-Böhm, P. Müller
Die FDP sucht in einer zentralen ethischen Debatte dieser Tage einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Deshalb war Ulrike Flach, unsere gesundheitspolitische Sprecherin da. Der Chef der Aachener Universitäts-Frauenklinik, Prof. Joseph Neulen, und eine Vertreterin der Beratungsstelle pro familia Aachen, Frau Barbara Bohnen-Böhm. Damit war das Podium prominent, fachkundig und ausgewogen besetzt und die Diskussion über das neue Präimplantationsdiagnostik-Gesetz konnte beginnen.
Am 4. Mai 2011 veranstalteten wir Liberale Frauen Nordrhein-Westfalen und Aachen in Zusammenarbeit mit dem Luisenhospital eine Podiumsdiskussion „Neue Wege in der Präimplantationsdiagnostik“. Aufs Podium geladen waren die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Frau Ulrike Flach, MdB, die Vertreterin der Beratungsstelle pro familia Aachen, Frau Barbara Bohnen-Böhm, und der Direktor der Frauenklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Aachen, Herr Univ.-Prof. Dr.med. Joseph Neulen. Trotz des Termins mitten in der Woche, war das Interesse groß: sowohl betroffene und interessierte Paare waren gekommen, als auch Mediziner, die aus fachlichem Interesse da waren. Und natürlich waren die Liberalen Frauen vertreten - nicht nur aus Aachen, auch aus Düren und der Euregio.
Das Podium währen der Debatte
Zunächst erläuterte Frau Flach den von ihr federführend eingebrachten, interfraktionellen Gesetzentwurf für ein PräimpG. Nach diesem auch von den Liberalen Frauen NRW unterstützen Gesetzentwurf würde die PID an strenge Voraussetzungen geknüpft. In nur zwei Fällen solle die PID erlaubt sein: Wenn aufgrund einer erblichen Belastung eines Elternteils die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass das Kind ebenfalls eine schwerwiegenden Erbkrankheit aufweist. Und in Fällen, in denen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Tot- oder Fehlgeburt aufgrund einer schwerwiegenden genetischen Schädigung des Embryos droht.
Anschließend erläuterte Prof. Neulen für das weniger fachkundige Publikum in einem
Prof. J. Neulen bei seinem Vortrag Vortrag mit PowerPoint die Verfahren und Möglichkeiten der PID, aber auch deren Grenzen. Denn eine Sorge auch aus dem Publikum war, dass man nun Kinder 'kreieren' können - die immer wieder in der Presse auftauchenden Designer-Babies. Aber sowohl Prof. Neulen als auch Frau Bohnen-Böhm von pro familia, die ebenfalls Ärztin ist, konnten die Zuhörer beruhigen. Diese Möglichkeit wird es allein aus forschungstechnischer Sicht nicht geben.
Einig waren sich Experten und Publikum trotzdem, dass wenn die Verfahren einer modernen PID gesetzliche Anwendung finden sollten, sie an hohe Hürden und unabhängige Kontrollen geknüpft sein müsste. Trotzdem gab es in der Diskussion mit dem Publikum auch Stimmen, die die PID zumindest teilweise ablehnten. Weil diese Entscheidung unsere ethischen Grundsätze und Überzeugungen und das moralisch-verantwortete Handeln des Menschen so fundamental berührt, suchen die Unterstützer des vorliegenden Gesetzentwurfs, zu denen Frau Ulrike Flach und Frau Petra Müller, MdB, gehören, die öffentliche Diskussion und einen breiten gesellschaftlichen Konsens in dieser Frage. „Unser Gesetzentwurf geht von der konkreten Konfliktlage der betroffenen Eltern aus“, so Frau Flach. „Er soll Tot- und Fehlgeburten, Spätabbrüche und erbliche Schäden bei Kindern vermeiden helfen.“
Während meiner Begrüßung aller Gäste
Damit, so denke ich, werde auch weiterhin die Frau frei entscheiden können, ob eine Schwangerschaft im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eingeleitet werden soll. Das Selbstbestimmungsrecht, die Würde der Frau und ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit lassen sich nur so gewährleisten.






