Petra-Mueller-FDP

11.11.2010

Neue Technologien sind Herausforderungen für den Brandschutz

Berlin, den 09.11.2010

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Gruppenbild der Verbandsvertreter mit Dame
Am 9. 11. 2010 trafen sich Vertreter von 16 Verbände aus den Bereichen Brandschutz und Sichereheitstechnik, einschließlich der am Brandschutz interessierten Spitzen-verbände der Bauwirtschaft. Als Vorsitzende des Politisch-Parlamentarischen Beirats Brandschutz des Wirtschaftsverbandes Brandschutz e.V. und Stadtentwicklungs-politikerin nahm auch ich an Beratungen teil.

Unser gemeinsames Ziel war es, den Stellenwert des Themas Brandschutz in der politischen und öffentlichen Wahrnehmung zu verbessern.

Zwei Themen waren mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig:

Erstens Brandschutz bei Photovoltaikanlagen. Noch immer sind keine praktikablen Lösungen in Sicht, den momentan bestehenden Gefahren beim Löschen brennender Photovoltaikanlagen zu begegnen. Hier besteht dringender Entwicklungsbedarf im technologischen Bereich. Jedoch nicht nur der Löschvorgang an sich ist ein Problem. Auch das Führen von Photovoltaikanlagen auf Dächern über Brandwände hinweg stellt ein großes Problem dar. Weder die Versicherungswirtschaft noch die Politik haben darauf bisher reagiert. Anpassungen im Bauordnungsrecht sind für mich in dieser Frage unausweichlich und dringend notwendig.

Ein zweites wichtiges Thema sind die mit der Elektromobilität neu entstehenden Brandrisiken – sowohl in Tiefgaragen, bei Ladestationen, der Verarbeitung leichter Werkstoffe und bei Verwendung großer Batterien. Hier entstehen brandschutztechnisch neue Risiken, auf die sowohl im Baurecht reagiert werden muss als auch seitens von Planern und Herstellern. Neue Technologien der Umwelttechnik und im Bereich der erneuerbaren Energien haben eine guten Leumund, bringen aber auch Risiken mit sich, die zum jetzigen Zeitpunkt weder ausreichend erforscht sind, noch in ihren Folgen für Hersteller, Nutzer und Gesetzgeber abzuschätzen sind. Stichpunkte hier sind der vorbeugenden Brandschutz in Anlagen erneuerbarer Energien, die Brandverhütung in Windkraftanlagen und Biomasseanlagen. Auch hier sind Konzepte und Lösungen gefragt, die neuen Risiken abdecken.

Als Politikjerin möchte ich sicherstellen, dass der Brandschutz auf dem bisher in Deutschland üblichen hohen Niveau erhalten bleibt. Gleichzeitig erarbeiten wir uns mit einer proaktiven Forschung in diesem Gebiet einen technologischen Vorsprung und damit eröffnen wir uns neue Märkte und Chancen des Wachstums. In diesem Sinne möchte ich auch den Dialog mit den Fachverbänden weiter fortsetzen und freue mich auf due nächste Brandschutzkonferenz 2011.


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