19.11.2011
Daniel Bahr antwortet ganz entspannt und ausführlich auf die Fragen des Publikums
Dieser nahm sich an diesem Abend in Eschweiler viel Zeit. Am Morgen hatte er zunächst noch im Bundeskabinett und später auf einer Pressekonferenz in Berlin seine Pläne für eine Reform der Pflegeversicherung vorgestellt. Auch in Eschweiler war das ein zentraler Gedanke der Diskussion: Die Bundesregierung will damit die Situation der 1,4 Millionen Demenzkranken in der Pflegeversicherung verbessern. Nach Schätzung des Gesundheitsministers werden 2030 mehr als 1,7 Millionen Menschen an Demenz leiden. Deswegen sollen die Deutschen privat vorsorgen. Wie bei der Riester-Rente soll es künftig Zuschüsse für die private Vorsorge auch im Pflegebereich geben. Bisher erhalten Demenzkranke kaum Hilfe aus der Pflegeversicherung. Dafür muss der Begriff der Pflegebedürftigkeit geändert werden, denn zurzeit gelten vor allem körperliche und nicht geistige Gebrechen als Maßstab. Das möchte der FDP-Gesundheitsminister ändern. Ab 2013 soll für die Stärkung der Demezerkrankten der Pflegebeitrag von 1,95 auf 2,05 Prozentpunkte angehoben werden. Das ergibt 1,1 Milliarden Euro mehr in der Pflegekasse. Für Versicherten bedeutet das eineMehrbelastung bis zu höchstens 3,82 Euro monatlich.
Die weiteren Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Josef Alt, Vorstand der BKK ALP plus aus Stolberg, Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, und Professor Joseph Neulen, Direktor der Frauenklinik für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Aachen. An den Bundesgesundheitsminister richteten sie alle Wünsche zum Bürokratieabbau im Gesundheitsbereich und hatten Daniel Bahr ganz auf ihrer Seite.
Großer Andrang im Hotel de Ville
In der Debatte mit dem Publikum ging es vor allem um den Fachkräftemangel. Einige Krankenhäuser hätten Probleme, eine qualifizierte Pflege zu gewährleisten, weil zu viele die Lehre nicht schaffen, da die Anforderungen zu hoch sind. Kritische Worte gab es auch zum Thema Ärztemangel. Der Zugangshürden liegen im Studienfach Medizin viel zu hoch und viele Mediziner gehen nach dem Studium ins Ausland oder in die Forschung, so würde bemängelt.
Am Rande der Veranstaltung in Eschweiler wurde dem Bundesgesundheitsminister noch eine technische Innovation der gemeinnützigen I-Cane-Stiftung vorgestellt ein elektronischer und GPS-gesteuerter Blindenstock. Daniel Bahr probierte einen Prototyp aus und war beeindruckt.
Daniel Bahr lässt sich den I-Cane präsentieren; neben mir Stiftungspräsident Hub Grooten
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Mehr und bessere Hilfe für Demenzkranke
Eschweiler, den 16.11.2011 - Podiumsdiskussion mit BM Daniel Bahr
Mit dabei P. Müller MdB, Moderator B. Meißner, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein L. Engelen, BM D. Bahr, FDP-Ortsvors. Herzogenrath Chr. Pontzen, Direktor der Uni-Frauenklinik Prof. Dr. J. Neulen, FDP-Bezirksvorsitzender I. Wolf und Vorstand der BKK ALP plus J. Alt (v. l.)
Daniel Bahr antwortet ganz entspannt und ausführlich auf die Fragen des Publikums
Dieser nahm sich an diesem Abend in Eschweiler viel Zeit. Am Morgen hatte er zunächst noch im Bundeskabinett und später auf einer Pressekonferenz in Berlin seine Pläne für eine Reform der Pflegeversicherung vorgestellt. Auch in Eschweiler war das ein zentraler Gedanke der Diskussion: Die Bundesregierung will damit die Situation der 1,4 Millionen Demenzkranken in der Pflegeversicherung verbessern. Nach Schätzung des Gesundheitsministers werden 2030 mehr als 1,7 Millionen Menschen an Demenz leiden. Deswegen sollen die Deutschen privat vorsorgen. Wie bei der Riester-Rente soll es künftig Zuschüsse für die private Vorsorge auch im Pflegebereich geben. Bisher erhalten Demenzkranke kaum Hilfe aus der Pflegeversicherung. Dafür muss der Begriff der Pflegebedürftigkeit geändert werden, denn zurzeit gelten vor allem körperliche und nicht geistige Gebrechen als Maßstab. Das möchte der FDP-Gesundheitsminister ändern. Ab 2013 soll für die Stärkung der Demezerkrankten der Pflegebeitrag von 1,95 auf 2,05 Prozentpunkte angehoben werden. Das ergibt 1,1 Milliarden Euro mehr in der Pflegekasse. Für Versicherten bedeutet das eineMehrbelastung bis zu höchstens 3,82 Euro monatlich.
Die weiteren Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Josef Alt, Vorstand der BKK ALP plus aus Stolberg, Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, und Professor Joseph Neulen, Direktor der Frauenklinik für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin am Universitätsklinikum Aachen. An den Bundesgesundheitsminister richteten sie alle Wünsche zum Bürokratieabbau im Gesundheitsbereich und hatten Daniel Bahr ganz auf ihrer Seite.
Großer Andrang im Hotel de Ville
In der Debatte mit dem Publikum ging es vor allem um den Fachkräftemangel. Einige Krankenhäuser hätten Probleme, eine qualifizierte Pflege zu gewährleisten, weil zu viele die Lehre nicht schaffen, da die Anforderungen zu hoch sind. Kritische Worte gab es auch zum Thema Ärztemangel. Der Zugangshürden liegen im Studienfach Medizin viel zu hoch und viele Mediziner gehen nach dem Studium ins Ausland oder in die Forschung, so würde bemängelt.
Am Rande der Veranstaltung in Eschweiler wurde dem Bundesgesundheitsminister noch eine technische Innovation der gemeinnützigen I-Cane-Stiftung vorgestellt ein elektronischer und GPS-gesteuerter Blindenstock. Daniel Bahr probierte einen Prototyp aus und war beeindruckt.
Daniel Bahr lässt sich den I-Cane präsentieren; neben mir Stiftungspräsident Hub Grooten
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