Megacities - Herausforderungen für Stadtplaner
Berlin, den 18.01.2011 
New York City Megacities werden die neuen urbanen Knotenpunkte und Machtzentren der Erde. UN-Habitat, das Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, geht davon aus, dass bis 2030 in allen Regionen der Welt mehr Menschen in Städten leben als auf dem Land.
Megacities sind Wachstumsmotoren und Zentren der Produktivität. Sie bieten Arbeit und Einkommen und ziehen immer mehr Menschen und Unternehmen an.
Die wirtschaftliche Leistung dieser Städte ist enorm: Mexiko-Stadt oder São Paulo beispielsweise erwirtschaften gut die Hälfte des landesweiten Einkommens ihrer Länder. Bangkok trägt beispielsweise mehr als 40 Prozent zum Bruttosozialprodukt Theilands bei, obwohl dort nur ein Zehntel der Bevölkerung lebt.
Aber viele Städte haben immer mehr damit zu kämpfen, wirtschaftliche Umstrukturierungsprozesse, städtische Erneuerungsmaßnahmen oder schlichtweg die generelle Daseinsvorsorge zufriedenstellend zu gewährleisten. Denn Großstädte bringen nicht nur Vorteile für Bewohner und Administration.Mit der immer weiter wachsenden Größe ballen sich in ihnen auch soziale Gegensätze und und entstehen Konflikte. Viele Metropolen sind gekennzeichnet von einem starken sozialen Gefälle auf engstem Raum. Wohlhabende ziehen sich oft in Außenbezirke oder in bewachte „Gated Communities“ zurück. Die ärmere Bevölkerung und viele neu vom Land hinzugezogene konzentrieren sich dagegen entweder in den Kerngebieten, dem „Downtown“ der Megacities, oder aber siedeln in Elendsvierteln, die sich wie ein Ring um viele Metropolen ziehen. In diesen Vierteln ist die Kriminalität meist hoch, die Infrastruktur schlecht oder kaum vorhanden - die Bevölkerung wird weitgehend sich selbst überlassen, weil die Administration zu teuer ist oder sich zurückzieht.
Neben diesen sozialen Phänomen treten weitere hinzu: Das rasche Wachstum von großen Ballungsräumen, die hohe Industriedichte und das Verkehrschaos verursachen dramatische Umweltprobleme. Der Niederschlagsabfluss wird durch eine permanente Flächenversiegelung behindert, innerstädtische Grünflächen verschwinden mehr und mehr. Das hohe Verkehrsaufkommen bringt nicht nur Staus oder den zeitweiligen Kollaps des Verkehrssystems, es belastet auch die Umwelt: Die Abgase bilden über vielen Metropolen wie beispielsweise Los Angeles oder Mexico City eine regelrechte Dunstglocke.
Favela Rocinha Brasilien
Smog über Shanghai
Ungenügende Kanalisation, besonders in den schnell anwachsenden Städten der Entwicklungsländer, führt zudem dazu, dass die Gewässer oft belastet und stellenweise schon biologisch tot sind. Geregelte und effektive Abfallentsorgung fehlen meist, weil Platz und Geld für die umweltgerechte Entsorgung oder Lagerung fehlen. In der Folge entstehen wilde Deponien.
Über Megacities in China publizierte das Magazin Der Spiegel kürzlich folgenden Artikel...          bitte anklicken.







