Petra-Mueller-FDP

24.08.2009

FDP setzt voll auf Strom

29.08.2009. Ein ganz normaler Wahlkampfsamstag. Im Laufe des Vormittags besuchte ich vier Wahlkampfstände: 10 Uhr starteten wir in Brand, 11 Uhr gings weiter zum Kaiserplatz, 12 Uhr folgte Laurensberg und schließlich war ich 13 Uhr vor der Elisengalerie. Da war Mobilität gefragt. In diesem Fall elektrische Mobilität...



...denn am 29.08.2009 war ich mit einem Elektroauto unterwegs, wie noch öfter im Wahlkampf. Ich möchte damit hervorheben, dass die FDP sich konsequent für die Entwicklung und den Nutzung moderner Technologien einsetzt. Der Verwendung regenerativer Energie- und Antriebsformen kommt dabei zukünftig eine besondere Bedeutung zu.

Gleichzeitig kritisieren wir die bloße Wahlkampfshow der Großen Kalition in Berlin um das Elektroauto. Der vorgestern in Berlin vorgestellte 'Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität' sieht den Einsatz von 500 Mio. Euro für Technologieentwicklungen und für die Förderung der Markteinführung von Plugin-Hybrid- und Elektrofahrzeugen in Deutschland vor. Hält man sich vor Augen, dass allein für die Abwrackprämie 5 Mdr. Euro ausgegeben wurden wird deutlich, dass es sich bei diesem Projekt keineswegs um einen ernst gemeinten Ansatz zum Umstieg auf das Elektroauto handelt. Hier geht es kurz vor der Bundestagswahl nur darum, möglichst medienwirksam ein vermeintlich attraktives Thema zu besetzen.











Auf Wahlkampftour
    am Kaiserplatz


Forschungsvorhaben wie der diese Woche in Jülich gegründete Kompetenzverbund Nord zeigen, dass Produkte auf diesem Gebiet noch lange nicht marktreif sind: noch sind Batterieantriebe für Autos viel zu teuer, zudem leistungsschwach, und die Be- und Entladezeiten sind ebenfalls noch lang und damit unpraktikabel.  Mit rund drei Jahren ist die Haltbarkeit einer solchen Batterie auch noch zu kurz. Möchte man all diese Probleme kurzfristig lösen, werden die von der Bundesregierung eingesetzten Mittel lange nicht ausreichen und entlarven die Aktion als bloße Wahlkampagne.

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Prof. Dr. Jaques T. N. Kimman
Lektor für Erneuerbare Energien
Hochschule Zuyd Heerlen


Die FDP unterstützt Spitzenforschung und Technologieetwicklung. Wir setzen energetisch auf einen ökonomisch wie ökologisch sinnvollen Mix.  Elektroantriebe nehmen dabei einen zentralen Platz ein, wie auch Prof. Dr. Jaques Kimmans von der Hochschule Zuyd in Heerlen (Foto) betont (siehe Interview). Diese verbessern die Energiebilanz jedoch nur, wenn gleichzeitig der Anteil CO2-freier Energiegewinnung bedeutend erhöht wird. Denn momentan ist ein an die herkömmliche Steckdose angeschlossenes Elektroauto im Verhältnis zum CO2-Ausstoß der zur Erzeugung dieses Stromes eingesetzt wurde, nicht vorteilhafter als ein Auto mit Verbrennungsmotor. Im Gegenteil:  Dieseltechnologie auf dem Niveau deutscher Spitzenhersteller ist sogar umweltfreundlicher und sind eine ebenso fördernswerte Zukunftsperspektive. Gleichzeitig sind die Energiepreise in Deutschland, nicht zuletzt durch die extrem hohe staatliche Besteuerung viel zu hoch, um Elektroautos wirtschaftlich attraktiv zu machen.

Zum Interview mit Prof. Dr. Kimman bitte weiter klicken...
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