Petra-Mueller-FDP

17.05.2011

Energie muss weiterhin bezahlbar bleiben

Düren, 23.04.2011 Dürener Zeitung

FDP-Delegation mit Petra Müller (MdB) zu Gast bei Sihl. Gespräch über Standortfragen.

Düren. Diese leise Kritik sollte und konnte sie nicht treffen: „Die Politik könnte sich mehr für die regionale Industrie, ihre Probleme, aber auch ihre Leistungen interessieren“, wünschte sich Sihl-Geschäftsführer Heiner Kayser beim Besuch der FDP-Bundestagsabgeordneten Petra Müller in seinem Hause. Die in Jülich geborene, in Linnich aufgewachsene und jetzt in Aachen wohnhafte Politikerin führte im Beisein des FDP-Kreisvorsitzenden Helmut Jansen und des Kreisvorstandsmitglieds Jörn Langefeld ein angeregtes Gespräch mit dem Leiter des weltweit agierenden Dürener Traditionsunternehmens, das jetzt zu einer italienischen Gruppe gehört.

„Den Dürener Hut auflassen, so lange es geht“, legte Heiner Kayser ein Bekenntnis zum Standort Düren ab. Hier hat das Unternehmen (vormals Renker) eine lange Tradition. Und nicht nur das. Hier sind auch zuverlässige langjährige Mitarbeiter zu finden. „Die sind unser Kapital“, unterstrich Kayser, machte aber gleichzeitig deutlich, welchen Belastungen das Unternehmen im harten internationalen Wettbewerb ausgesetzt ist. „Wir leisten Hervorragendes in der Ausbildung, aber das wird nicht in notwendiger Weise anerkannt.“

Thematisiert wurde auch der Bereich der Forschung. Heiner Kayser: „Wir sind die Region mit den meisten Forschungsinstituten. In die Zusammenarbeit mit diesen Instituten und die mit der RWTH und der Fachhochschule Aachen wachsen wir hinein.“ 

Erfreut zeigte sich die Sihl-Geschäftsleitung über die Bundesförderung der Forschungsprojekte ZIM und LION. „Die hat sich gut angelassen“, betonte Kayser, der gleichzeitig auf bedeutende Investitionen in den Arbeitsschutz hinwies. Die haben sich ausgewirkt, denn seit einiger Zeit gab es im Hause Sihl keinen meldepflichtigen Betriebsunfall mehr. 

Breiten Raum im Gespräch mit Petra Müller, Sprecherin für Stadtentwicklung der FDP im Bundestag und Landesvorsitzende der Liberalen Frauen NRW, nahm die Energiepolitik ein. 

„Die Preise müssen für die Familien und auch für kleine mittelständische Unternehmen bezahlbar bleiben“, lautete die Forderung der Politikerin. Und für Petra Müller steht außer Frage: Soll die Wirtschaft in der Region wettbewerbsfähig bleiben, ist ein drittes Bahngleis zwischen Aachen und Köln unabdingbar. (fjs)



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