Delegationsreise des „Europaausschusses“ nach London
Berlin, 12.07.2010In meiner Funktion als stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union unternahm ich vom 12. bis 13. Juli eine Delegationsreise nach London. Ziel der Reise war es sich mit Vertretern des britischen Parlaments und der britischen Regierung über wichtige Fragen der Europapolitik auszutauschen und gemeinsame Positionen auszuloten. Im Fokus standen hier insbesondere die Landwirtschaft, die Fischerei sowie der Klimawandel. Desweiteren wurden aber auch Fragen zur Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und der Justiz- und Innenpolitik erörtert.
Hierzu kamen wir unter anderem mit den Mitgliedern des EU Scrutiny Commitees des britischen Unterhauses zusammen. Aufgabe dieses Commitees ist es, die Entwicklungen in der Gesetzgebung der Europäischen Union zu beobachten und die Übernahme europäischer Gesetze in das britische Recht zu prüfen. Desweiteren trafen wir auch Denzil Davidson, den Sonderberater des britischen Außenminister in Europafragen, sowie Chris Bryant, den gegenwärtigen „Schatten-EU-Minister“ der Labour Partei. Als stadtentwicklungspolitische Sprecherin meiner Fraktion konnte ich meinen Kollegen aus Großbritannien unsere liberale Ziele näher bringen.
Insgesamt fand ich die Gespräche während dieser Arbeitsreise sehr gewinnbringend. So konnte uns unsere britischen Gesprächspartner einerseits die Standpunkte der britischen Europapolitik erläutern, andererseits hatten wir auch Gelegenheit die deutsche Europapolitik unseren britischen Partner darzulegen. Persönlich halte ich derartige Gespräche für besonders wichtig. Großbritannien und Deutschland gehören immerhin zu den wichtigsten Akteuren der Europäischen Union. Arbeitsbesuche wie die des Ausschusses für die Angelegenheiten des Union helfen eine vertrauensvolle Grundlage zu schaffen, um gemeinsame Standpunkte zur Europapolitik auszuloten und damit produktiv auf eine gemeinsame Politik innerhalb der Europäischen Union hinzuwirken.






