Petra-Mueller-FDP

23.06.2011

Besuch des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR)

Berlin, den 22.06.2011

Im European Astronaut Center (EAC), MdB Petra Müller, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner und Guillaume Weerts vor dem Trainingsmodul des Europäischen Weltraumlabors „Columbus“. Bilder kann vergrößert werden
Im European Astronaut Center (EAC), MdB Petra Müller, Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner und Guillaume Weerts vor dem Trainingsmodul des Europäischen Weltraumlabors „Columbus“.
Bei einem Besuch von DLR und ESA am 17. Juni 2011 lernte ich ausgewählte DLR-Forschungs- und Entwicklungsprojekte, das Europäische Astronautenzentrum EAC sowie den DLR-Sonnenofen intensiv kennen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt, Energie und Verkehr, mit Hauptsitz in Köln. Die umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des DLR sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrtagentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig.

Der Besuch mit Informations- und Arbeitscharakter wurde vom DLR-Vorstandsvorsitzenden, Professor Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner und Professor Dr.-Ing. Ulrich Wagner begleitet. „Die intensive Kommunikation mit der Politik ist für das DLR eine wesentliche Grundlage seiner Außendarstellung. Das DLR arbeitet für Staat und Gesellschaft, für das „Wissen für Morgen“, so Prof. Wörner in seinen Begrüßungsworten.

Karl-Heinz Funken vor Spiegeln des DLR-Sonnenofens. Bilder kann vergrößert werden
Karl-Heinz Funken vor Spiegeln des DLR-Sonnenofens.
Schwerpunkte des Besuchsprogramms waren die Vorstellung der Kernaufgaben des DLR und speziell die nachhaltige, übernationale Energieforschung - mit Beispielen des DLR aus dessen Solarthermieforschung, die nach Aussagen der Abgeordneten zukünftig eine weiterhin wachsende Bedeutung bei der Energieversorgung der Zukunft haben wird.

Bei der Präsentation der Institute Luft- und Raumfahrtmedizin sowie dem Nutzerzentrum für Weltraumexperimente (MUSC) wurde lebendig, was in reinen Zahlen meist nüchtern daherkommt. Das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin befasst sich mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen im Hinblick auf Verkehr, Luft- und Raumfahrt. Zentrales Anliegen der Forschungstätigkeit des Instituts ist es dabei, Sorge dafür zu tragen, dass die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der direkt oder indirekt Beteiligten (Pilot, Crew, Passagier, Astronaut, Kraftfahrer, Anwohner etc.) erhalten bleibt. Gerade die Telemedizin ist mittlerweile auch aus irdischen Anwendungen nicht mehr hinwegzudenken, Erkenntnisse zur Osteoporoseforschung, zum Salzhaushalt des menschlichen Körpers und zur Übertragung von Daten seien hier nur beispielhaft angeführt.

Im MUSC werden Weltraumexperimente für die Zertifizierung ihrer Flugbereitschaft qualifiziert, die Missionsdurchführungen mit geeigneter Bodeninfrastruktur (z.B. mittels Bodenmodellen der Fluganlagen und Bodenrechner) betreut und nach erfolgreicher Mission die Daten in europäischen Archiven veröffentlicht. Parallel werden zukünftige Missionsgelegenheiten vorbereitet und neue Experiment- und Messverfahren entwickelt.

Im European Astronaut Center (EAC), Bernhard Fuhrmann, MdB Petra Müller, Guillaume Weerts und Rolf-Dieter Fischer im Inneren des Trainingsmoduls des Europäischen Weltraumlabors „Columbus“. Bilder kann vergrößert werden
Im European Astronaut Center (EAC), Bernhard Fuhrmann, MdB Petra Müller, Guillaume Weerts und Rolf-Dieter Fischer im Inneren des Trainingsmoduls des Europäischen Weltraumlabors „Columbus“.
Die Kometenmission Rosetta, deren Ergebnisse zum besseren Verständnis der Entstehungsgeschichte unseres Universums beitragen soll, begeisterte mich vor allem durch ihre außergewöhnlichen Missionsziele. Rosetta ist eine Raumsonde der ESA, die 2004 mit einer Ariane 5 G+ gestartet und auf den Weg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko geschickt wurde.

Der stellvertretende Leiter des Europäischen Astronautenzentrums EAC, Guillaume Weerts, präsentierte die Aufgaben der europäischen Astronauten und des EAC und wies insbesondere auch auf die neuen Herausforderungen hin, denen sich die europäische Raumfahrt nach Einstellung der US-amerikanischen Shuttleflüge zu stellen haben. Die Abteilung Astronautentraining ist vollständig in das internationale Team des Euro-päischen Astronauten Zentrum (EAC) integriert. Im EAC werden alle Astronauten, auch die der internationalen Partner, für Ihre Aufgaben und Arbeiten mit und an den Europäischen Elementen des Raumstationsprogramms trainiert.


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