Petra-Mueller-FDP

17.02.2011

Besuch der Bundeswehr Aachen

Aachen, den 16.02.2011

Brigadegeneral Ohm und wir Liberale Frauen NRW vor dem GTK BOXER Bilder kann vergrößert werden
Brigadegeneral Ohm und wir Liberale Frauen NRW vor dem GTK BOXER
Im März 2010 besuchte ich erstmals die Technische Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik (TSL/FSHT) in Aachen, um sich ein Bild über Leben und Arbeit in dieser militärischen Ausbildungseinrichtung  zu verschaffen. Und schon damals versprach ich, dass dies nicht ihr mein Besuch gewesen sei.

Petra Müller, BG Ohm, Frau Hanning (v.l.n.r.) Bilder kann vergrößert werden
Petra Müller, BG Ohm, Frau Hanning (v.l.n.r.)



Dieses Versprechen machte ich am 16. Februar 2011 wahr – und diesmal kam ich nicht alleine: In Begleitung des Landesverbandes der Liberalen Frauen NRW ließ ich mich in die Leistungsfähigkeit der TSL/FSHT und den Stand der Rüstung ausgewählter Landsysteme einweisen. In einer abschließenden Gesprächsrunde wurden den Besuchern die beeindruckenden aber auch beklemmenden Einsatzerfahrungen der Soldaten geschildert.


Herausragende Stellung für Landsystemtechnik

Nach der Begrüßung durch den Schulkommandeur und General Heereslogistiktruppen,  Herrn Brigadegeneral Walter Jakob Ohm, folgte zunächst ein Grundsatzvortrag über Auftrag, Aufgaben und Fähigkeiten der TSL/FSHT, in welchem Brigadegeneral Ohm die herausragende Stellung der Schule als das Kompetenzzentrum für Landsystemtechnik skizzierte. Gewappnet mit diesem Grundwissen ging es dann in den Technischen Bereich der Kaserne, wo Ohm´s Männer den Worten des Generals Taten folgen ließen: An hochaktuellen Rüstungsprojekten wurde zunächst der Beschaffungsvorgang, mit dem Ziel einer zeitgerechten, wirtschaftlichen und einsatzreifen Bereitstellung von Landsystemen, erläutert. 

Einweisung in verschiedene Landsysteme Bilder kann vergrößert werden
Einweisung in verschiedene Landsysteme
Moderne Rüstungsprojekte

Am Gepanzerten Transport Kraftfahrzeug (GTK) BOXER wurde der hohe Schutzfaktor und der moderne Stand der Technik dargestellt, durch den die Soldatinnen und Soldaten in den Auslandseinsätzen bestmöglich ihren Auftrag ausführen können. Brigadegeneral Ohm stellte an dieser Stelle die erstklassige Qualität dieses Landsystems heraus, um welches uns Alliierten Streitkräfte beneiden. Beeindruckt von diesem imposanten Fahrzeug ließen es sich die Besucher nicht nehmen einmal persönliche Eindrücke vom Inneren zu gewinnen, um annähernd nachvollziehen zu können, unter welchen Umständen unsere Soldaten arbeiten. Als weiteres Rüstungsprojekt wurde das Bodenüberwachungsradar (BÜR) vorgestellt, ein aktives Radarsystem mit einer Aufklärungstiefe von bis zu 40km. Mit diesem ist es möglich Boden-, See- und Luftziele aufzuklären und zu identifizieren.

Einweisung in Moderne Ausbildungstechnologien Bilder kann vergrößert werden
Einweisung in Moderne Ausbildungstechnologien
Systemkenntnis durch Live-Videoübertragung

Neue, hochmoderne Systeme benötigen auch neue moderne Ausbildungsformen, und so folgte eine Vorführung in die Ausbildungsform Fernausbildung. In der Ausbildungswerkstatt Hydraulik wurde den Besuchern am Fahrzeugkran eindrucksvoll veranschaulicht, wie die Ausbildungsqualität, auch auf Distanz, enorm gesteigert werden kann. Unter Mitarbeit von zwei Lehrgangsteilnehmern aus den über 700 km entfernten Standorten Torgelow und Storkow wurde per Live-Videoübertragung gezeigt, wie die Soldaten sich durch eigenverantwortliches Lernen tiefgehende Systemkenntnisse erarbeiten, auch wenn sie das Gerät nicht vor Ort haben. Hierdurch werden die Soldaten maximal gefordert und müssen zeigen was sie gelernt haben, bei gleichzeitiger Verfügbarkeit am Heimatstandort – sowohl für den Dienst, als auch die Familie – schloss Brigadegeneral Ohm den praktischen Teil des Besuches ab.

Information für verantwortungsvolle Entscheidungen

Trotz der noch bevorstehenden Gesprächsrunde mit einsatzerfahrenen Soldaten ließ ich es mir nicht  nehmen während des gemeinsamen Mittagessens ein Zwischenfazit zu ziehen: Wer Entscheidungen im Deutschen Bundestag mitgestalten will, muss sich informieren, um verantwortungsvoll entscheiden zu können. Und so sieht sie sich und die Mitglieder der Liberalen Frauen NRW als wichtige Multiplikatoren, um die Botschaft von der Leistungsfähigkeit der TSL/FSHT und deren Bedeutung für die Ausbildung von professionellen Instandsetzungssoldaten zu transportieren.

Erfahrungen mit Verwundung, Tod und PTBS

In einer folgenden Gesprächsrunde schilderten Soldaten, Vertrauenspersonen und Vertreter des Personalrats, aber auch der Leiter des Standortsanitätszentrums Aachen, Herr Oberfeldarzt Dr. Klein, ihre Erfahrungen mit Verwundung, Tod und posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Aus erster Hand bekamen die Besucherinnen und Besucher die beklemmenden und belastenden Situationen aus den aktuellen Einsätzen der Bundeswehr näher gebracht. Von Gefechtssituationen bis zum Abschied von gefallenen Kameraden konnten sich die Gäste einen Eindruck über die außergewöhnlichen Belastungen, denen unsere Soldaten im Einsatz unterliegen, verschaffen.

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Brigadegeneral Ohm, Petra Müller und die Mitglieder der Liberalen Frauen NRW vor dem GTK BOXER
Fazit: Eine leistungsstarke und hochqualifizierte Truppe

Dankbar für die Offenheit und anschauliche Darstellung ihrer persönlichen Erfahrungen, aber auch beeindruckt von der Leistungsfähigkeit „hinter dem Kasernenzaun“, insbesondere dem hohen Grad der beruflichen Qualifikation der Ausbilder, verabschiedeten sich Frau Abgeordnete Müller und der Landesverband der Liberalen Frauen NRW von Brigadegeneral Ohm und seinen Soldaten. Es bleiben die Eindrücke einer leistungsstarken und hochqualifizierten Truppe.



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