03.05.2010
Barrierearme Quartiersentwicklung erforderlich
Die demografische Entwicklung hat mittelfristig deutliche Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden. Neben dem Bevölkerungsrückgang, vorwiegend im ländlichen Raum, wird die drastische Zunahme des Anteils älterer Menschen Städte und Gemeinden vor große städtebauliche und finanzielle Herausforderungen stellen. Abgesehen von einem altersgerechten, barrierearmen Wohnungsangebot wird es besonders darauf ankommen die Nahversorgung zu sichern und die Mobilität weiterhin zu gewährleisten.
Unsere Innenstädte müssen als Lebens- und Handelsraum gestärkt und durch leicht zugängliche Mobilitätsstrukturen optimiert werden. Der altersgerechte Umbau von Wohnungen, die Vereinfachung des Eigenheimrentengesetztes sowie die Erhöhung der Wohneigentumsquote reichen hierfür noch nicht aus. Wir brauchen eine barrierearme Quartiersentwicklung, denn ohne eine entsprechende quartierübergreifende Infrastruktur vor Ort (Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten etc.) führt der Wohnungsumbau ins Leere und ist auch wirtschaftlich nicht tragbar. Eine Erhöhung der Wohneigentumsquote führt zwar zur Vorbeugung der Altersarmut und zur Entlastung des sozialen Sicherungssystems, wir brauchen aber darüber hinaus eine barrierearme Quartiersentwicklung.